Sichtflug bei Nacht (NVFR)

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Allgemeines[Bearbeiten]

Sichtflug bei Nacht unterscheidet sich im Wesentlichen kaum von den "normalen" Sichtflugregeln (VFR), die bei Tag gelten. Einige zusätzliche Bestimmungen finden jedoch Anwendung, um trotz der erschwerten Sichtbedingungen bei Nacht die sichere Navigation unter Sicht zu gewährleisten.

Hinweis: Als Nacht wird in der Luftfahrt die Zeit zwischen dem Ende der bürgerlichen Abenddämmerung und dem Beginn der bürgerlichen Morgendämmerung bezeichnet. Auf IVAO definieren wir das vereinfacht als die Zeit zwischen 30 Minuten nach Sonnenuntergang und 30 Minuten vor Sonnenaufgang. (Quelle: IVAO DE Kompendium)

Bestimmungen[Bearbeiten]

  • Flugplan

In der Realität sind bei Nacht alle Flüge, die die Platzrunde eines unkontrollierten Flugplatzes verlassen, flugplanpflichtig. Da auf IVAO sowieso immer ein Flugplan aufzugeben ist, sollte der Flugplan unter NVFR neben den Standard-Angaben (Rufzeichen, Abflugplatz und Destination) auch eine Route (bestehend aus terrestrischen Merkmalen oder Radionavigationseinrichtungen) und korrekt ausgefüllte Remarks enthalten (siehe Hinweise zur Flugplanaufgabe)

  • Lufträume und ATC

Bei Nacht muss in allen Lufträumen eine Zweiweg-Sprechfunkverbindung hergestellt und Hörbereitschaft gehalten werden. Beim Ausflug aus der Kontrollzone übergibt der Tower-Lotse daher auch das LFZ an die zuständige Radar-Station und schickt sie nicht wie gewöhnlich auf UNICOM.

  • Wetterminima

Es gelten die Wetterminima, die in der Tabelle unter Visual Meteorological Conditions (VMC) angeführt sind, wobei die Hauptwolkenuntergrenze nicht unter 1500 Fuß (450 m) liegen darf. Unter 3000 Fuß über Meereshöhe (bzw. 1000 Fuß über Grund - je nachdem, was höher liegt) muss zusätzlich Erdsicht gegeben sein.

  • Mindestflughöhen

In kontrollierten Lufträumen dürfen 1000 Fuß über Grund nicht unterschritten werden. In unkontrollierten Gebieten darf nicht unter 2000ft über Grund geflogen werden.