Approach APP

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Der Approach-Lotse (oder deutsch: die Anflugkontrolle) ist für den an- und abfliegenden Verkehr rund um einen Flughafen zuständig.

Er sortiert und staffelt die Anflüge (der Mindestabstand zwischen 2 Flugzeugen ist genau vorgeschrieben) und fädelt sie zum richtigen Zeitpunkt auf den Endanflug (meist per Instrumentenlandesystem ILS) ein. Außerdem begleitet er die Abflüge bei ihrem Steigflug und übergibt sie danach entweder dem Center-Lotsen oder einem Approach-Lotsen eines umliegenden Airports.

Neben allen Aufgaben, die von Tower, Ground und Delivery erledigt werden, muss der Lotse auf der APP-Position mit folgendem vertraut sein:

  • STARs
  • Transition
  • Vectoring
  • Holdings
  • Staffelung
  • SIDs
  • LoAs
  • Emergency Handling
  • etc.



Der Approach-Lotse (oder deutsch: die Anflugkontrolle) ist für den an- und abfliegenden Verkehr rund um einen Flughafen zuständig.

Anmerkung: An manchen Flughäfen werden an- und abfliegender Verkehr getrennt und gibt es eigene Departure-Positionen. Erkennbar sind sie an der Bezeichnung “*_DEP”.

Ankommender Verkehr[Bearbeiten]

Die Aufgabe des APP ist es, anfliegenden Verkehr sicher von den Sektorgrenzen bis zum Endanflug zu führen. Dabei gibt es verschiedenen Phasen und Möglichkeiten.

Generell sollte dem Piloten so bald wie möglich die zu erwartende Piste mitgeteilt werden. Das gilt natürlich auch bei Pisten-Änderungen.

Standard Terminal Approach Route (STAR)[Bearbeiten]

STARs führen meist zu einem Initial Approach Fix (z.B. LOWI) oder zum Beginn einer Transition (z.B. LOWW).

Die STARs beginnen vor oder an der APP-Sektorgrenze. Sie werden also (falls online) schon von der übergebenden ATC-Station vergeben.

AUA534, radar contact, cleared GAMLI5W arrival, expect ILS runway 29. 

Transitions[Bearbeiten]

Transitions sind Routen, die Verkehr vom Ende einer STAR in den Endanflug führen. In Österreich sind das RNAV-Routen, die einen Gegenanflug und einen Queranflug beinhalten. Die Freigabe für eine Transition lautet z.B.:

AUA534, cleared BALAD4M ["Balad-Four-Mike"] Transition.

In diesem Fall muss der Lotse die Freigaben zum Sinken erteilen.

Transitions enthalten auch ein Höhenprofil. Mit folgender Freigabe weist man den Piloten an, diesem Höhenprofil selbstständig zu folgen:

AUA534, cleared BALAD4M Transition and Profile.

Transitions sind oft darauf ausgelegt, den Verkehr zu entzerren, und sind meist länger als notwendig. In der Praxis wird ein Pilot selten die gesamte Transition abfliegen. Stattdessen wird der Lotse ab einem bestimmten Zeitpunkt auf Vectors umsteigen oder die Route abkürzen:

AUA534, after waypoint WW956 direct WW952.

Transitions haben auch bestimmte Geschwindigkeitsvorgaben, die aber (auf IVAO) oft nicht eingehalten werden. Falls euch also wichtig ist, dass bestimmte Geschwindigkeiten eingehalten werden, vergebt sie ausdrücklich.

Vectors[Bearbeiten]

Bei Vectors gibt der Lotse die Richtung in Form von Magnetic Headings vor. Windeinflüsse müssen dabei vom Lotsen berücksichtigt werden.

AUA534, after BALAD turn left heading 070, vectors for ILS approach runway 29.


Approach[Bearbeiten]

Mit der Freigabe zum Approach bekommt der Pilot die Erlaubnis, den Anflug wie am Chart veröffentlicht durchzuführen, und insbesondere, entsprechend zu sinken.

AUA534, cleared ILS-approach runway 29.
AUA534, cleared NDB-approach runway 29.

Wenn Vectors vergeben werden, sollte die Differenz zwischen letztem zugewiesenen Heading und dem Final approach track 30° oder weniger betragen.

Die letzte freigegebene Flughöhe sollte auch die sein, die auf dem jeweiligen Approach Chart ausgewiesen ist. Beispiele:

  • LOWW 29: 3000ft
  • LOWW 16: 5000ft
  • LOWS 15: 4000ft

In speziellen Fällen kann das ILS auch tiefer angeschnitten werden um den Flugweg zu verkürzen (z.B. LOWW 16 Inbounds von Süden)

Falls es die Situation verlangt, kann man den Localizer auch höher intercepten lassen und schon von dort dem Glideslope folgen:

AUA534, descend 4000ft, turn left heading 310 to intercept the localizer runway 29.
...
AUA534, descend with the glideslope, cleared ILS approach runway 29.

Wichtig:

  • Erst Localizer, dann Glideslope
  • Den Glideslope nie von oben anschneiden
  • ILS-Signal-Reichweite im FS: 20nm

Handoff zum Tower[Bearbeiten]

Der Handoff zum Tower erfolgt bei:

  • ILS-Approach: Bei Meldung "established" oder "established localizer"
  • Non-Precision-Approach (VOR, VOR/DME, NDB, Visual Approach): Bei Meldung "runway in sight".


Techniken[Bearbeiten]

Staffelung Holdings Directs, Vectors, Geschwindigkeit, Abkürzungen bei Transitions, Flughöhen

to be levelled at...
estimated xx miles to the intercept
expedite descent

Abfliegender Verkehr[Bearbeiten]

Handoff vom Tower[Bearbeiten]

In Österreich kommt der Handoff vom Tower-Lotsen.

Das Handling von abfliegendem Verkehr kann durchaus fordernd sein, etwa wenn mehrer Flüge auf gleichen oder ähnlichen SIDS fliegen, oder wenn ein Departure schneller fliegt und/oder schneller steigt als das vorausfliegende Flugzeug.

Als Lotse hat man verschiedene Möglichkeiten, die notwendige Separierung sicherzustellen:

  • Unterschiedliche Steigraten und Geschwindigkeiten vorgeben
AUA826, climb with 2000 feet per minute or more.
  • Shortcuts vergeben
AUA826, proceed direct UMBIL.
  • High-speed genehmigen (Achtung: Das bedeutet nicht automatisch, dass der Pilot tatsächlich schneller fliegt!).
AUA826, high-speed approved.
  • Vectors vergeben
AUA826, turn left heading 230 for separation, expect direct SITNI in 10 miles.

Falls es trotz allem zu eng wird, brauchst du nur dem TWR sagen, er soll längere Abstände zwischen den Departures einbauen.

Handoff zur nächsten Position[Bearbeiten]

Die Freigaben für den Steigflug werden grundsätzlich so vergeben, wie sie in den Letters-of-Agreement (LoAs) festgelegt sind. Davon abweichendes kann natürlich immer koordiniert werden.

Beim Handoff zur nächsten Station muss sichergestellt sein, dass kein unmittelbarer Konflikt droht.

Es soll z.B. NICHT so sein, dass der APP-Lotse zwei Flugzeuge auf die gleiche Route und auf das gleiche Flightlevel freigibt und dann den Handoff macht, wenn das hintere, schnellere Flugzeug nur mehr 5.1nm vom vorausfliegenden entfernt ist.

Wann immer möglich, sollte der Handoff so erfolgen, dass der Pilot seinen Steigflug nicht unterbrechen muss.

Um das Handoff zur richtigen Station zu machen, ist es natürlich wichtig zu wissen, welche die umliegenden ATC-Stationen sind, und wie hoch deren Sektoren sind.

Andere Flughäfen in der Nähe und Transits[Bearbeiten]

Auch im Verantwortungsbereich des APP-Lotsen

LoAs!