Transponder

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Allgemeines[Bearbeiten]

Ein Transponder ist ein elektronisches Gerät an Bord von Luftfahrzeugen, dass bei der Abfrage durch hochfrequente Wellen Signale aussendet. Je nach Bauart sendet ein Transponder verschiedene Informationen aus, welche die Flugsicherung unterstützen.

Technik[Bearbeiten]

Die Radaranlagen der Flugsicherung senden abfragende Signale auf einer Frequenz von 1030 MHz aus. Der Transponder des Luftfahrzeugs antwortet daraufhin auf einer Frequenz von 1090 MHz. Primär ist der Transponder für die Positionsübermittlung der Luftfahrzeuge im Einsatz. Nach der Entschlüsselung der Signale wird die Dauer, die das Signal vom Transponder bis zur Empfangsstelle braucht dazu verwendet, die genaue Position des Luftfahrzeugs zu ermitteln. Je nach ausgerüstetem Transponder werden dabei zusätzlich noch weitere Informationen wie z.B. Höhe und Geschwindigkeit übermittelt.

Man unterscheidet zwischen folgenden Transponderarten:
  • Mode A
  • Mode C
  • Mode S

Die Transponder des Modus S werden in der Luftfahrt am häufigsten verwendet.

Transponderarten[Bearbeiten]

Mode A[Bearbeiten]

Mode A-Transponder senden nur einen Identifizierungscode des Luftfahrzeugs zur Positionsbestimmung durch die Flugsicherung. Mode A stellt die niedrigste Stufe der Transponder dar.

Mode C[Bearbeiten]

Mode C-Transponder senden neben dem Identifizierungscode auch die Höhe auf Basis des Standardluftdrucks (1013.25 hPA) aus. Die Höhe ist damit unabhängig vom eingestellten QNH!

Mode S[Bearbeiten]

Mode S-Transponder ermöglichen neben einer größeren Datenmenge (Callsign, Geschwindigkeit, eingestellte Höhe etc.) auch die selektive Abfrage der Transponderdaten. Die Effizient und Sicherheit steigt durch die Verwendung dieser Technik deutlich an. Aus diesem Grund ist in Österreich die Verwendung des Mode S-Transponders in den meisten Lufträumen vorgeschrieben.

Vorsicht! Die Bezeichnungen der Transpondermodi haben nichts mit der Phrase "SQUAWK CHARLIE", mit der der Lotse das Schalten des Transponders anordnet, zu tun.

Transpondereinstellungen[Bearbeiten]

Ein Mode S-Transponder eines Verkehrsflugzeugs hat in der Regel folgende Schalteinstellungen:

  • OFF Der Transponder wird nicht mit Strom versorgt und sendet daher keine Signale aus.
  • STBY Der Transponder wird mit Strom versorgt und wird zum Betrieb bereit gemacht.
  • ON Der Transponder sendet nur Primärradarinformationen (Rufzeichen und Identifikationscode).
  • ALT Der Transponder sendet zusätzlich Druckhöheinformationen.
  • TA Der Transponder gibt bei Bedarf Verkehrsinformationen aus.
  • TA/RA Der Transponder gibt bei Bedarf Verkehrs- und Ausweichinformationen aus.

Zusätzlich hat der Transponder eine weitere Funktion names IDENT. Diese Einstellung bewirkt, dass das Luftfahrzeug auf dem Radarschirm der Flugsicherung für einige Sekunden zu blinken beginnt. Dies dient bei Bedarf zur Identifikation von Luftfahrzeugen durch den Lotsen.

Achtung! SQUAWK IDENT darf nur auf Anweisung des Lotsen geschaltet werden.

Squawk[Bearbeiten]

Der Squawk, auch Transponder-Code genannt, ist ein vierstelliger Code, der aus den Ziffern 1-7 besteht. Auf Anweisung der Flugverkehrskontrolle setzt der Pilot einen bestimmten Code, um eindeutig von Radar identifiziert werden zu können.

Durch das Schalten eines bestimmten Squawks kann dem (Primär-)radarziel das Callsign und der Flugplan zugeordnet werden.

Insgesamt gibt es 4096 mögliche Squawks. Da die Verkehrszahlen auf der ganzen Welt diese Anzahl schon deutlich überschritten haben, kann es vorkommen, dass während dem Flug der Code geändert werden muss, damit es zu keiner Überschneidung kommt. Moderne Techniken in Mitteleuropa (Deutschland, Belgien, Schweiz, Österreich und einige mehr) erlauben es, ohne die Korrelation durch Squawks die korrekte Verbindung herzustellen. Auf bestimmten Routen wird daher den Luftfahrzeugen Squawk 1000 zugewiesen. Die Bedingung dafür ist es, dass jede Radarstation auf der geplanten Route für diese Mode-S-Korrelation ausgerüstet ist. Trifft dies zu, so fügt Eurocontrol in der Realität nachträglich in den Flugplan den Remark IFPS/MODESASP ein; in der Folge wird vom Lotsen dann der Code 1000 vergeben.

Besondere Squawks[Bearbeiten]

In der Regel werden Squawks nach einem bestimmten System vergeben, der sich nach Destination und Überflugsländern richtet. Der Squawk Generator liefert für IVAO einen guten Anhaltspunkt für die Squawk-Vergabe. Allerdings gibt es bestimmte Squawks, die nicht ohne Weiteres zugewiesen werden dürfen/können, da sie eine besondere Funktion haben.

  • 0000: nicht zu verwenden
  • 1000: siehe oben
  • 2000: IFR-Squawk außerhalb von Radarabdeckung (z.B. über dem Atlantik)
  • 7000: Standard VFR Squawk
  • 7500: Hi-Jacking
  • 7600: Funkkommunikationsausfall
  • 7700: Luftnotlage
  • 7777: Test-Code für Radaranlagen
Achtung! Die Transpondercodes 7600 und 7700 sind Luftfahrzeugen vorbehalten, die sich in einer Notlage befinden. Squawk 7500, der für Flugzeugentführungen steht, ist auf IVAO verboten!