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FIR-Prozeduren

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Airport Prozeduren für Salzburg (LOWS)


Stand: 30. Apr. 2017

Übersicht

Flughafen Salzburg

Allgemeines

Der Flughafen Salzburg ist nach Anzahl der Passagiere und Flugbewegungen nach Wien der zweitgrößte Flughafen Österreichs. Vor allem in Wintercharterbetrieb nutzen viele ausländische Gäste den Flughafen als Tor zu den Schigebieten in den Alpen. Eine Besonderheit in Salzburg ist, dass es im IFR-Bereich meistens zum Gegenverkehrsbetrieb der Piste 15 (arriving) und 33 (departing) kommt. Dies erfordert eine genaue Planung des Verkehrsflusses (einschließlich der VFR Flugbewegungen), und eine gute Koordination zwischen Tower und Radar.

Flugzeuge bis zur Größe einer Boing 757 benötigen in der Regel keinen Pushback, sondern rollen nach rechts aus der Parkposition. Um das zu ermöglichen, können aber nicht alle Parkpositionen gleichzeitig genutzt werden. Wird bei uns auf IVAO ein Pushback requestet, dann steht nichts dagegen diesen auch zu genehmigen.

Der Bereich der Allgemeinen Luftfahrt ist baulich vom Main-Apron getrennt. Der GAC nutzt die Exits 1 und 2, für den Main-Apron stehen Exits 3 und 4 zur Verfügung. In den Hangars 7 und 8 auf der östlichen Seite des Airports sind die Flying Bulls beheimatet. Dorthin führt der Taxiweg S.

IVAO-Spezifisches

Auf IVAO verfügbare Stationen

Login Callsign Frequenz Facility Rating Assignment (FRA)
LOWS_TWR Salzburg Tower 118.100 AS1

LOWS_APP

Salzburg Radar

123.725

AS3

(LOWS_DEL)

Salzburg Delivery

121.750

Nur mit Staff-Genehmigung

IvAc ATC-Box: Empfohlene Einstellungen

Meine Position

Ich stelle sichtbar

LOWS_TWR

LOWS

LOWS_APP

LOWS LOVV LOWL_APP LOWI_APP LOWK_APP LOWG_APP EDMM EDDM_APP

(LOWS_DEL)

LOWS



Pistenkonfiguration

Verfügbare Pisten

Piste 15: 2750 x 45 m, Ausrichtung 154 Grad, ILS CAT III verfügbar

Piste 33: 2750 x 45 m, Ausrichtung 334 Grad

Die Piste ist lang und breit genug um auch großen Flugzeugen eine sichere Landung und einen sicheren Start zu ermöglichen. Bei der Landung auf Piste 33 besteht die Besonderheit, dass der Anflug von Norden her entweder als Circlingapproach, VOR-Anflug oder RNAV-Anflug durchgeführt wird, jeweils mit einem manuellen Endanflug und einer 180 Grad Rechtskurve.

Übliche Pistenkonfiguration:

Primär herrscht in Salzburg, vergleichbar mit Innsbruck, eine Zweibahnkonfiguration: Arrival Runway 15, Departure Runway 33. Welche konkrete Konfiguration tatsächlich verwendet wird, hängt von mehreren Faktoren ab, z.B. Wind, Wetter, Lärmschutz, Trafficaufkommen:

  • Bevorzugt: IFR: ARR 15 / DEP 33 (+15), VFR abhängig vom Wind
    Bevorzugt wird anfliegender IFR-Verkehr auf das ILS 15 geleitet, abfliegender Verkehr von der Piste 33 freigegeben. Aus Gründen des Lärmschutzes (um Abflüge über Freilassing zu reduzieren) wird immer mehr dazu übergegangen, auch Piste 15 für IFR-Departures zu nutzen.
    Für VFR-Verkehr sollte nur eine Piste offen sein, die sich nach dem Wind richtet. Im IvAc kann man das im ATIS angeben, indem man z.B. bei leichten Wind aus Süden ins Departure-Runway-Feld der ATIS "IFR 33 / DEP RWY VFR 15" einträgt.

  • Ab ca. 7-10 Knoten Rückenwind:
    Ab einer Rückenwindkomponente von etwa 7-10 Knoten wird nur mehr die Piste mit Gegenwind verwendet. Gegebenfalls kann man einem anfliegenden Piloten den aktuellen Wind mitteilen und ihn fragen, welche Piste er bevorzugt.
    Wird auf Piste 33 gelandet, ist zu beachten, dass die Wetter- und Sichtverhältnisse ausreichen müssen, um den Endanflug nach Sicht ermöglichen!

  • Schlechte Sichtverhältnisse:
    Bei schlechten Wetter- und Sichtbedingungen werden die Anflüge über das CAT III – ILS der Piste 15 abgewickelt. Zusätzlich kann auf die RNAV Anflüge auf 15 zurückgegriffen werden. Hier ist zu beachten, dass die Windverhältnisse Landungen und Starts auf der Piste 15 ermöglichen müssen.

Generell kann immer, in Absprache mit dem Piloten und unter Berücksichtigung der Verkehrssituation, auch eine abweichende Piste gewählt werden.

Ground/Tower

Der Tower übernimmt, da es keinen Ground, und normalerweise auch keinen Delivery-Lotsen gibt, auch deren Aufgaben, d.h. die Flugstreckenfreigaben, Start-up Clearance, die Rollfreigaben sowie die üblichen Start- und Landefreigaben.

Squawk-Vergabe

Für die Squawk-Vergabe wird der Squawk-Code-Generator empfohlen: http://www.scumari.nl/squawk/lovv-sq.php

Transition Altitude/Level

Transition Altitude: 10.000 ft

QNH:Transition Level
...-0977 FL130
0978-1013FL120
1014-1050FL110
1051-...FL100

Traffic Flow am Boden (und in der Luft)

Die häufig verwendete Zweibahnkonfiguration (ARR 15/DEP 33) führt dazu, dass auf Taxiway L Flugzeuge in zwei verschiedene Richtungen unterwegs sein können. Gegebenenfalls muss ein Outbound am Intermediate Holding Point (IHP) L3 oder bei Exit 4 warten, bis ein gelandetes Flugzeug den Rollweg L freimacht.

Bei hohem Verkehrsaufkommen wird abfliegender Verkehr über Exit 3 zum Taxi gecleared, der ankommende Verkehr über Exit 4 (Einbahnbetrieb) auf den Apron geschickt. Flugzeuge die über C oder D vacaten haben i.d.R. dem abfliegenden Verkehr Taxivorrang zu gewähren und warten am Holdingpoint

Die übliche Taxitime vom Stand zum Holdingpoint "F" beträgt etwa sieben Minuten. Da der abfliegenden Verkehr meistens vom Holdingpoint "F" abfliegt, muss dem anfliegendem Verkehr mitgeteilt werden, dass eben diese Möglichkeit zum Verlassen der Piste 15 nicht gegeben ist. Dies sollte schon durch LOWS_APP vor erreichen des ILS mitgeteilt werden, wenn der abfliegende Verkehr gerade seine Parkposition verlässt.

Beispiel der Phrase: "AUA123, taxiway "F" will be blocked, vacate via E or earlier“

Eine gute Komunikation zwischen Tower und Approach ist unverzichtbar. Außerdem muss der Tower auch den Anflugsektor im Auge behalten. Sobald der ankommende Verkehr "established" oder inbound 12 nm ist, darf der abfliegende Verkehr nicht für den Start freigegeben werden.

Parkpositionen

Falls möglich, sollten auf den Stands W2 bis W8 und E1 bis E9 jeweils ein Stand freigelassen werden, damit ein Taxi-Out möglich ist. Heavys werden auf W1 abgestellt, können aber auch alle W-Stands benutzen (in diesem Fall müssen mind. 2 Stands frei bleiben).

Am GAC-Apron werden kleine Flugzeuge bis zu den Business-Jets und Hubschrauber abgestellt. Es können aber bei Platzmangel auch Flugzeuge des Typ Dash oder Fokker abgefertigt werden.

SIDs / Abflüge

Abflüge Piste 33

  • SID Piste 33 (RNAV): Designator A
  • SID Piste 33: Designator S und SBG4X

Abflüge Piste 15

  • SID Piste 15 (RNAV): Designator B
  • SID Piste 15: Designator V und SBG5Y

Die SID der Piste 15 beginnen nach dem Abheben mit einem Sichtflug und der Linkskurve zum SI-NDB. Ab dort beginnt der Instrumentenabflug mittels den SID „V“ oder der SBG5Y. Die Mindestsicht für diesen Abflug muss für folgende Flugzeugkategorien gegeben sein:

  • Aircraft category A und B: 2,8 KM
  • Aircraft category C: 3,7 KM
  • Aircraft category D: 4,6 KM
  • SID Piste 15: Designator P – Special Performance

Im kurzen Abflugteil nach dem Abheben muss das Flugzeug mindestens mit 610 ft/min und die anschließende Linkskurve zum SI-NDB mit mindestens 365 ft/min steigen können. Diese Steigraten müssen auch bei Triebwerksausfall gegeben sein. Nur der Pilot kann entscheiden ob er die notwendige Climb-Rate schafft.

Helikopter kann man permanent vom GAC an und abfliegen lassen, ein Airtaxiing ist selten notwendig.

VFR in Salzburg

Die CTR Salzburg geht von 7.000 ft MSL bis GND, wobei die Ein- und Ausflugrouten in einer Höhe zwischen 2.000 und 3.500 ft beflogen werden. Nördlich des Haunsberges (Linie zwischen Waginger See und Laufen/Oberndorf) betreut nach einer internen Betriebsabsprache Salzburg Radar den VFR – ausgenommen Lowlevel. Flugbewegungen sind auf alle Fälle mit Radar zu koordinieren.

In Salzburg stehen mehrere Pflichtmeldepunkte zum Ein- und Ausflug zur Verfügung. Primär genutzt werden:

  • Aus Richtung Westen "Whiskey" (max. 3000ft),
  • aus Norden und Osten "Eugendorf" (max. 3500ft)
  • aus Süden "Hallein" (max. 3500ft)
  • aus Norden „Teisendorf“ (max. 3500ft)

VFR-Flüge über der Stadt (ausgenommen die angegebenen Routen) sind aus Lärmschutzgründen verboten (Real dürfen an Sonn- und Feiertagen auch keine Platzrunden geflogen werden).

Zuständigkeit von LOWS_TWR

Die Zuständigkeit von LOWS_TWR beginnt:

  • Bei Sichtanflügen mit der Meldung „Runway in sight“
  • Bei ILS-Anflügen mit der Meldung „established“
  • Bei NDB-Anflügen mit der Meldung „NDB inbound and runway in sight“
  • Bei RNAV-Anflügen mit dem Passieren des FAF

Meldet sich der Pilot früher, und ist kein LOWS_APP online, wird er von LOWS_TWR zurück auf Unicom geschickt, ggf. mit der Anweisung "Call me again on final".

Die Zuständigkeit von LOWS_TWR endet:

  • Bei VFR-Verkehr nach Verlassen der CTR
  • Bei IFR-Verkehr von Piste 15 sobald der Pilot die Linkskurve beginnt
  • Bei IFR-Verkehr von Piste 33 sobald der Pilot bei SI links oder rechts abdreht
    Achtung: Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der Pilot bei SI NDB nach rechts oder links abdreht! Erst wenn das klar erkennbar ist, erfolgt der Handoff.

Radar

Anflüge

Unter VMC-Conditions dürfen Sichtanflüge immer geflogen werden.

Ansonsten stehen folgende Anflüge zur Verfügung:

  • RNAV VISUAL V RWY 33 – bei stärkeren südlichem Wind
  • RNAV (GNSS) RWY 15
  • ILS & LOC RWY 15
  • ILS CAT II & CAT III – RWY 15
  • NDB RWY 15
  • Circling Approach RWY 33

Die STARs in Salzburg haben den Designator „R“ und führen alle zum SBG VOR/DME. Da manche STARs und SIDs auf ählichen Wegen in entgegengesetzte Richtungen führen, ist darauf zu achten, dass Flugzeuge auf STARs und SIDs einander nicht in die Quere kommen.

Die MRVAs sind unbedingt zu beachten, da sich (außer im Norden) rund um den Flughafen hohe Berge befinden.

Traffic Flow in der Luft

TODO

Luftraum über Salzburg

Der APP-Luftraum erstreckt sich bis FL 125. Die Übergabe erfolgt in der Regel an EDMM_CTR (EDMM_S_CTR) oder LOVV_CTR.

Sonderfall Kurzflüge:

  • Flüge nach Innsbruck werden direkt an LOWI_APP übergeben.
  • Flüge nach Linz werden direkt an LOWL_APP übergeben.
  • Flüge nach München werden, werden direkt an EDDM_APP übergeben
  • Flüge nach Klagenfurt werden direkt an LOWK_APP übergeben (wenn unter FL165).

Shortcuts:

Generell dürfen Shortcuts bis zum Ende der SID gewährt werden, wenn keine Konfliktsituation entstehen kann. Nach Westen darf ohne Absprache bis MANAL gecleart werden. Nach Absprache kann Verkehr nach Norden bis LALIN gecleart werden.

Bei Abflügen nach Süden ist bei einem Shortcut auf die Höhe zu achten. Es empfiehlt sich nach PEREX über 6000ft dann ist auch mit Arrivals kein Konflikt zu erwarten.

Zuständigkeit von LOWS_APP

Bei Anflügen und einem Towerlotsen online endet die Zuständigkeit von Salzburg Radar:

  • Bei Sichtanflügen mit der Meldung „runway in sight“
  • Bei ILS Anflügen mit der Meldung „established“
  • Bei NDB Anflügen mit der Meldung : „NDB inbound und airfield in sight“
  • Bei RNAV Anflügen mit dem Passieren des FAF

Weiteres/Besonderes

TODO: Letter F: nicht via B
TODO: Low Visibity

Einsatzhubschrauber

Am GAC Apron ist der Rettungshubschrauber Christophorus 6 und der Polizeihelikopter stationiert. Im Umkreis von Salzburg befinden sich vier Krankenhäuser die direkt oder unmittelbar in der CTR sind: UKH Salzburg, LKH Salzburg, KH Hallein sowie ein Krankenhaus in Freilassing (im Endanflug auf die Piste 15) sowie in Bad Reichenhall. Letzteres ist in der Nähe des Pflichtmeldepunkt "Whiskey".

Die Einsatzhubschrauber starten normalerweise und wenn es der Verkehr zulässt „direkt“. Ebenso die Landung erfolgt meist „direkt Helipad“. Ansonsten werden diese wie „normaler“ VFR-Verkehr behandelt.

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