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FIR-Prozeduren

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Click here for Wien Information (LOVV_FSS) procedures.



Airport Prozeduren für Vienna (LOWW)


Stand: 12. Jun. 2017

Übersicht

  • Flughafen Wien
  • Delivery
  • Ground
  • Tower
  • Radar (APP)
  • Wien Director
  • Weiteres/Besonderes

  • Flughafen Wien

    Allgemeines

    Der Flughafen Wien ist der größte Flughafen Österreichs. Anspruchsvoll ist er nicht nur wegen des hohen Verkehrsaufkommens, sondern auch, weil die zwei Pisten aufgrund ihrer Ausrichtung nicht unabhängig betrieben werden können. Weiters führen Abflugrouten um die Stadt Wien herum und es gibt eigene Abflugrouten für die Nachtzeiten.

    IVAO-Spezifisches

    Auf IVAO verfügbare Stationen

    Login Callsign Frequenz Facility Rating Assignment (FRA)
    LOWW_DEL Wien Delivery 122.125 AS1
    LOWW_GND Wien Ground 121.600 AS3
    LOWW_TWR Wien Tower 119.400 AS3

    LOWW_APP

    Wien Radar

    134.675

    ADC

    (LOWW_D_APP)

    Wien Director

    119.800

    APC, nur mit Staff-Genehmigung


    IvAc ATC-Box: Empfohlene Einstellungen

    Meine Position

    Ich stelle sichtbar

    LOWW_DEL

    LOWW_GND LOWW_TWR

    LOWW_GND

    LOWW_DEL LOWW_TWR

    LOWW_TWR

    LOWW

    LOWW_APP

    LOWW_TWR LOVV LOWL_APP LOWG_APP LHCC LZBB LZIB LKAA LKTB

    (LOWW_D_APP)

    LOWW_TWR LOWW_APP


    Squawk-Vergabe

    Für die Squawk-Vergabe wird der Squawk-Code-Generator empfohlen: http://www.scumari.nl/squawk/lovv-sq.php

    Transition Altitude/Level

    Transition Altitude: 10.000 ft

    QNH:Transition Level
    ...-0977 FL130
    0978-1013FL120
    1014-1050FL110
    1051-...FL100

    Pistenkonfiguration

    Verfügbare Pisten

    Piste 11: 3500 x 45 m, Ausrichtung 116 Grad, ILS verfügbar

    Piste 16: 3600 x 45 m, Ausrichtung 164 Grad, ILS CAT III verfügbar

    Piste 29: 3500 x 45 m, Ausrichtung 296 Grad, ILS CAT III verfügbar

    Piste 34: 3600 x 45 m, Ausrichtung 344 Grad, ILS verfügbar

    Übliche Pistenkonfiguration:

    Die Guideline für die Pistenkonfiguration ist so gestaltet, dass sie möglichst prägnant, kurz und bündig formuliert ist. Die Konfigurationen in Wien sind (trotz der nur zwei vorhandenen Pisten) relativ vielfältig und komplex. Um ein ungefähres Gefühl für die in "real" verwendeten Pistenkonfigurationen zu bekommen, lohnt es sich, ab und zu einen Blick auf flightradar24.com zu werfen und die momentane Wetterlage mit der Pistenkonfiguration zu vergleichen.

    Tagkonfigurationen (0700 - 2100 local):

    • Rückenwindkomponenten Piste 29 < 10kts, Piste 34 < 5kt
      Schwacher Wind und Wind aus: Südwest, Westen, Nordwesten, Nord, Nordost
      ARR 34 DEP 29 (+34).
      Ggf. (z.B. bei sehr vielen Outbounds) können Outbounds mit den SIDs ADAMA, KOXER, MIKOV, LEDVA, DITIS und LANUX auch auf Piste 34 gecleared werden.

    • Rückenwindkomponenten Piste 29 < 10kts, Piste 34 > 5kt
      Wind aus Süden, Südost
      ARR 16, DEP 29 (+16).
      Ggf. (z.B. bei sehr vielen Outbounds) können Outbounds mit den SIDs KOXER, ADAMA, LEDVA, MIKOV, STEIN und SASAL auch auf Piste 16 gecleared werden.

    • Rückenwindkomponente Piste 29 > 10kts
      Starker Wind aus Nordosten, Osten, Südosten
      ARR 11, DEP 16.
      Bei vielen Inbounds auch ARR 11+16, DEP 16, siehe dazu unten den Punkt Simultan-Approaches 11 und 16.

    • Seitenwindkomponente > 20kts
      Eine Piste mit mehr als 20 Knoten Seitenwindkomponente wird nicht mehr verwendet. In dem Fall wird eine Single Runway Configuration verwendet

    Nachtkonfigurationen (2100 - 0700 local):

    Aufgrund der Mediationsvereinbarung des Flughafen Wien mit den Anrainern, wurden folgende Pistenkonfigurationen für die Nacht vereinbart:

    • Rückenwindkomponente Piste 29 < ca. 7kts (bevorzugte Konfiguration)
      ARR 29, DEP 29.

    • Rückenwindkomponente Piste 29 ca. 7-10kts
      ARR 16, DEP 29.
      Wird auch bei Low Visibility Procedures (LVP) verwendet.

    • Rückenwindkomponente Piste 29 > ca. 10kts
      ARR 16, DEP 11.
      Achtung: Bei dieser Konfiguration müssen Startfreigaben von Piste 11 und Anflüge auf Piste 16 koordiniert werden!
      Als ungefährer Anhaltspunkt: Das startende LFZ sollte den Takeoffrun spätestens beginnen, wenn sich das anfliegende LFZ im 5nm Endanflug auf Piste 16 befindet. Sollte das anfliegende LFZ sich bereits in einem kürzeren Endanflug befinden, so muss mit der Startfreigabe abgewartet werden, bis das landende LFZ die verlängerte Pistenachse 11/29 überquert hat (sofern es die Piste nicht über B3 verlassen hat).

    Delivery

    Die Delivery vergibt - wenn online - die Streckenfreigabe. Diese setzt sich zusammen aus: Name des Zielflughafens, SID, initial climb und Squawk. Der Initial Climb ist zwar in Wien auf jeder SID 5000 ft, muss aber trotzdem dazugesagt werden.

    Delivery vergibt in Wien KEINE Start-up bzw. Pushback Clearance. Das Handoff zum Ground (bzw. der nächsthöheren Station) erfolgt, sobald der Pilot "ready for start and push" meldet.

    Beispiel-Clearance:
    LOWW_DEL: "Austrian 87, cleared Destination New York, DITIS1D departure, climb 5000ft, Squawk 4101."

    Die SID-Endungen sind alphabetisch sortiert:

    • A-SIDs: Runway 11
    • B-SIDs: Runway 16
    • C-SIDs: Runway 29
    • D-SIDs: Runway 34
    Die genauen SIDs sind im Handysheet übersichtlich dargestellt.

    Noise Abatement SIDs

    Während der Nachstunden (2100 - 0700 local) gibt es neben der Nacht-Pistenkonfiguration auch eigene Routen zur Lärmreduktion, die Noise Abatement SIDs. Sie sind ebenfalls im Handysheet übersichtlich aufgelistet.

    Falls ein Pilot diese SIDs nicht kennt bzw. nicht im FMC/FMS findet, könnt ihr alternativ einen Vectored Departure vergeben.

    Vectored Departures

    Vectored Departures müssen wie sonst auch immer mit dem APP koordiniert werden. In Wien muss bei Vectored Departurem von Piste 29 zusätzlich das Stadtgebiet beachtet werden. Es muss also nach dem Start eine Linkskurve in südliche bis südöstliche Richtung geflogen werden.

    Beispiel:
    "Austrian 87, cleared Destination New York, departure runway 29, fly runway heading, when passing 1000ft, turn left heading 210. Initial climb 5000ft, Squawk 4101."

    Ground

    Allgemeines zum Ground Handling:

    Es gibt viele Taxiways, die durch viele Exits miteinander verbunden sind. Die Default-Szenerie weicht zum Teil leicht ab.

    In Wien gibt es grundsätzlich ein System, in welche Richtung die Rollwege befahren werden. Dieses System ist abhängig von der jeweiligen Pistenkonfiguration die gerade in Verwendung ist.

    Die Standard-Rollwegkonfiguration bei den jeweiligen Pistenkonfigurationen setzt sich wie folgt zusammen:

    • Mike, Lima
      • Piste 11 aktiv: Lima in Richtung Osten, Mike in Richtung Westen
      • Piste 29 aktiv: Lima in Richtung Westen, Mike in Richtung Osten

    • Delta, Echo
      • Piste 16 aktiv: Delta und Echo nach Norden
      • Piste 34 aktiv: Delta nach Norden, Echo nach Süden

    • Whiskey:
      • Je nach Notwendigkeit

    Natürlich kann, je nach Situation, von dieser Konfiguration abgewichen werden. Ein Beispiel: Wenn ein Luftfahrzeug um ein anderes "herum gelotst" werden muss. Allerdings sollte das Luftfahrzeug, sobald das "Hindernis" umfahren wurde, wieder auf den standardmäßigen Rollweg zurückgeleitet werden.

    Anderes Beispiel: Falls bei Konfiguration ARR 16 / DEP 29+16 ein Pilot auf Piste 16 von Intersection B4 abfliegen möchte und es die Verkehrssituation zulässt, kann man ihn auch gleich auf Taxiway L Richtung Osten rollen lassen, statt ihn auf M und dann wieder zurück auf L zu schicken.

    Rollgasse 36 (TL36 / Taxilane 36) ist im Normalbetrieb eine Einbahn, die nur von Osten in Richtung Westen befahren wird. Bei geringem Verkehrsaufkommen kann sie jedoch auch, sollte es für den ein/ausrollenden Verkehr günstiger sein, in Richtung Ost befahren werden.

    Outbound Traffic:

    Ground vergibt nach dem Handoff von Delivery die Start-up- und (falls nötig) Pushback Clearance (Details zu den Push-Back Procedures gibt es unten).

    In Wien vergibt Ground normalerweise keine Rollanweisung zu einem bestimmten Holding Point der Piste - sondern überlässt die Wahl entweder dem Piloten - oder dem Tower, der die Sequenz somit umändern kann. Eine Rollfreigabe zu einem bestimmten Holdingpoint für eine Piste durch Wien Ground sollte es nur dann geben, wenn dies vorher mit dem Tower koordiniert wurde.

    Die Rollanweisung ist grundsätzlich so kurz und einfach wie möglich zu gestalten.

    Beispiele:

    AUA87 befindet sich auf Taxilane 36 "Facing West" und hat Piste 34 für den Start zugewiesen bekommen. Eine übliche "Taxi Clearance" sieht dann im Normalfall so aus:
    LOWW_GND: "Austrian 87, taxi via Exit 7, Mike and Echo to holding point Runway 34."

    KAL523 befindet sich nach dem Pushback auf TL42 und erbittet die Freigabe zum Rollen:
    LOWW_GND: "Korean Air 523, taxi via Echo and Exit 24 to holding point Runway 29."

    Außerdem können die jeweiligen "Stops" (wie M2, L2, usw.) verwendet werden um Luftfahrzeuge vor bestimmten Rollwegkreuzungen anzuhalten, sollte es Gegenverkehr, kreuzenden Verkehr usw. geben.

    Beispiel:

    LOWW_GND: "Austrian 87, taxi via Exit 7, Mike, stop Mike 1."
    Sobald es die Situation wieder erlaubt, gibt es dann die Freigabe zum Holdingpoint:
    LOWW_GND: "Austrian 87, continue now via Echo to holding point Runway 34."

    Handoff von Ground zu Tower

    Das Handoff von Ground zu Tower erfolgt im Normalfall ein gutes Stück vor dem Erreichen eines der Holding Points - um dem Tower noch das Umsortieren und das Ändern der Sequenz zu ermöglichen.

    Ungefähre Referenzpunkte:

    Beim Rollen zur Piste 29 (über Mike) kann das Handoff bereits ungefähr auf Höhe von Exit 4 erfolgen.

    Bei zur Piste 34 rollenden Luftfahrzeugen schon sobald Exit 36 passiert wurde.
    Outbounds auf dem Weg zur Piste 16 können schon - sobald sie über Exit 23 auf Rollweg E eindrehen - auf die Tower Frequenz geschickt werden.

    Dies sind lediglich nur Richtwerte, bei denen davon ausgegangen wird, dass es für das jeweilige Luftfahrzeug vorhersehbar ist, dass es zu keinem Konflikt mit einem anderen Luftfahrzeug kommen wird. Sollte es die jeweilige Situation erfordern - bzw. muss auf "Nummer sicher" gegangen werden - so ist es besser von der oben angegebenen Referenz abzuweichen und das jeweilige Luftfahrzeug länger auf der Frequenz zu behalten.

    Inbound Traffic:

    Ground erhält das Luftfahrzeug sobald es von der Piste abrollt. Es ist sinnvoll sich bereits bevor das Luftfahrzeug zu einem geschickt wird, zu überlegen wie und wohin man es rollen lässt. Meistens blockieren sonst die Piloten unnötig lange einen der Abrollwege. In "Real" ist auf den Charts dazu folgendes publiziert: "To avoid stopping on rapid exit TWY after landing and vacating RWY 34 or RWY 16, join initially TWY D in direction north and continue further according ATC clearance."

    Da jedoch viele Piloten auf IVAO nicht über dieses Wissen verfügen, kann es sinnvoll sein, solltet ihr noch nicht wissen, wohin ihr das Flugzeug stellen wollt, den Piloten zuerst z.B. so anzuweisen "join initially Delta to the north and hold short Delta 3". Somit ist garantiert, dass die Pistenabrollwege frei bleiben und dies dann nicht zu Problemen beim Tower führt. Sobald ihr dann wisst, wohin ihr das Flugzeug stellen werdet, gebt ihm einfach die jeweilige Anweisung dazu.

    Parkpositionen

    Welche Airlines im Regelfall wo stehen, ist HIER genau aufgelistet.

    Überblick über die Verfahren bzgl. der Parkpositionen in Wien:

  • Alpha-Gates:
    Die Alpha-Positionen im Westen vor dem Austrian Technik Hangar werden hauptsächlich für die Abfertigung von Fracht-Maschinen genutzt.
    Von Zeit zu Zeit stehen hier auch größere Regierungsmaschinen bzw. Privatflugzeuge.

  • A91 Regierungsmaschinen, Überstellungen, Bereitstellung von LFZ nach Aufenthalt bei Technik
    A92 Vorrangig TNT/ASL (B737) und FedEx (B757)
    A93 UPS/Star Air (B767)
    A94 Bereitstellung von LFZ nach Aufenthalt bei Technik
    A95 Vorrangig FedEx (B757)
    A96 Große Regierungsmaschinen
    A97 bis A99 Privatmaschinen

  • Bravo-Gates

    Die Bravo-Positionen sind auf zwei Teile aufgeteilt: Ein Teil, der sich neben dem Parkbereich der Allgemeinen Luftfahrt befindet, wird für die Abfertigung von Frachtmaschinen, der andere Teil, neben dem Pier West, wird für die Abfertigung von Non-Schengen und kleineren Passagierflugzeugen mittels Bussen verwendet. Diese Positionen werden allerdings nur selten verwendet.

  • B51 bis B63 Große Frachter wie Turkish Cargo, Cargolux etc..., sowie Abstellung von LFZ, die über Nacht in Wien geparkt werden (Thai, Eva Air), aber auch Austrian Airlines B777. Hier wird kein Passagierhandling durchgeführt! Eigenständiges Rollen ist nur beschränkt möglich, in den meisten Fällen wird das LFZ mittels Schlepper gezogen - Achtung In einigen Sim-Szenerien nicht vorhanden!
    B71 bis B91 wird hauptsächlich für Flüge zu Non-Schengen-Destinationen, die nicht am Pier Ost geparkt werden. Meistens handelt es sich hier um B737, CRJ bzw. Turboprops. Auch einige Billigfluglinien wie Eurowings, Wizzair, Level und Laudamotion werden mit der A320-Familie hier abgefertigt.

  • Charlie-Gates (Pier West)

    Am Pier West werden in der Regel nur Flüge zu Schengen-Destinationen abgefertigt. Zu finden sind hier u.a. Airlines des Skyteams, EasyJet, Eurowings, Laudamotion, Level, Air Baltic und Vueling.

  • C31 bis C36, C38, C40, C41 sogenannte Kombiboarding-Positionen (Ausstieg vorne über Fluggastbrücke, hinten über Treppe + Fußweg). Bevorzugt benutzt von EasyJet, Eurowings und Level, aber auch KLM und Air France
    C37, C39, C42 oft genutzt durch Air Baltic, Vueling, Air France, KLM etc....

  • Delta-Gates (Pier Ost)

    Am Pier Ost werden in der Regel nur Flüge zu Non-Schengen-Destinationen abgefertigt. Zu finden sind hier meist Heavies zu Langstrecken-Destinationen bzw. Airlines wie Turkish, Ukraine International, Aeroflot oder Saudia.
    D21 Walk-in / Walk-out Position (Ein-/Ausstieg über Treppen, keine Fluggastbrücke). Bevorzugt genutzt durch EasyJet, Turkish Airlines und British Airways.
    D22, D24, D28 Neben D21 und D29 die einzigen Non-Heavy-Positionen, hauptsächlich von Aeroflot, TAROM, Ukraine International genutzt; sehr selten ist hier auch ein Flieger der AUA Airbus-Familie anzutreffen.
    D23, D28 Heavy-Positionen: hier werden meistens Flüge zu Langstrecken-Destinationen abgefertigt (EVA Air, Thai, Qatar Airways)
    D26 einzige A380-Position mit Fluggastbrücke; bis auf Ausnahmen nur von Emirates verwendet.
    D29 ähnlich wie oben, häufig durch El Al, Sunexpress, Turkish Airlines genutzt

  • Echo-Positionen

    Hier stehen hauptsächlich Maschinen der StarAlliance, die nicht am Skylink geparkt werden (können). Zu finden sind hier meistens Austrian Dash 8 und Embraer, selten auch Flieger der A320-Familie und Maschinen von Peoples Viennaline.
    E41 Neben der AUA stehen auf dieser Positionen oft auch Maschinen der Peoples Viennaline und Codeshare-Flüge der LOT (Nordica). Hier dürfen nur Flieger bis zu einer Größe einer CRJ stehen.
    E42 bis E47 wie oben beschrieben
    E48 bis E52 im Sommer wie oben, im Winter als De-Icing-Standby-Positionen genutzt

  • Foxtrott-Gates (Skylink)

    Der Skylink wird ausschließlich von Austrian Airlines und Mitgliedern der StarAlliance genutzt.
    F01-F37 (ungerade, südlicher Skylink): fast ausschließlich A320F und Heavies (B767, B777). F01 auch von Air India, Brussels Airlines, Swiss und Lufthansa genutzt
    F04-F36 (gerade, nördlicher Skylink): fast ausschließlich Austrian Airlines, Swiss und Brussels E195-A321, selten auch Heavies. F04 fast immer von Maschinen der Wien-München-Wien-Rotation besetzt.
    F42 bis F50, F41 bis F59 haupsächlich in der Peak-Time genutzt, wenn der Skylink voll besetzt ist. Im Winter befinden sich hier die De-Icing-Positionen.

  • Hotel-Positionen

    Ähnliches Prinzip wie die Echo-Positionen, allerdings stehen hier öfter Maschinen der Airbus-Familie. In der Regel keine Heavies!

  • Kilo-Positionen

    Hauptsächlich von Frachtmaschinen (z.B. Korean Air Cargo) und seltenen Gästen genutzt. Großteils nur Abstellung von LFZ (Thai, Austrian 777 und A32F).

    Tower

    Traffic Flow

    Outbound Traffic:

    Tower erhält die jeweiligen Outbounds vom Ground ungefähr zu den oben genannten Referenzpunkten. Bei der Startfreigabe sind die jeweiligen Mindestabstände und Wake Turbulence Kategorien zu beachten. Diese reduzieren sich allerdings sollte die SID des vorausfliegenden und des darauf folgenden LFZs nicht deckungsgleich sein. Generell ist empfehlenswert bei mehreren gleichzeitigen Outbounds (viel Verkehr) die Flugzeuge nach dem Transfer von Ground so die Holdingpoints zuzuweisen, dass in der Takeoff Sequenz sich unterschiedliche SIDs hintereinander abwechseln. Dies reduziert die Wartezeit und den notwendigen Staffelungsabstand.

    Ein Beispiel:

    • Auf der Piste 29 steht AUA457L (MEDIX1C) und erhält in Kürze die Startfreigabe.
    • AUA123F (MEDIX1C SID) steht auf A1. AUA123F wäre demnach nach dieser Reihenfolge die Nummer 2 zum Start.
    • AUA9123 (SASAL2C SID) befindet sich gerade auf Rollweg M zwischen A3 und A2. Um den Fluss zu verbessern, wird AUA9123 angewiesen, A2 zu verwenden.
    • "Austrian 9123 take A2"
    • AUA457L bekommt die Startfreigabe. Direkt danach bekommt AUA9123 die Lineup Clearance, um nicht MEDIX auf MEDIX SID folgen zu lassen und den gesamten Flow zu verbessern. Somit kann AUA9123 mit geringerem Abstand zum vorausfliegenden LFZ starten, da sich Abflugrichtung der SIDs grundlegend unterscheiden.
    • Danach kann AUA123F ebenfalls mit geringerem Abstand starten.

    Das Handoff zum Approach erfolgt bei ca. 1500 Fuß.

    Inbound Traffic:

    Das Handoff von Tower zum Ground erfolgt, sobald das Luftfahrzeug auf den Abrollweg eindreht.

    VFR in Wien

    In Wien gibt es zwei VFR Sektoren sowie eine Einflugroute (siehe VFR Chart). Die Einflugroute, die bei Klosterneuburg beginnt und entlang der Donau durch Wien bis zum Wasserkraftwerk Freudenau führt, heißt "ROUTE KLOSTERNEUBURG". Bei abfliegen dieser Route sollten spätestens beim Erreichen von Freudenau weitere Instruktionen gegeben werden. Sollte es die Verkehrssituation nicht zulassen, dass der VFR Verkehr nicht durch den An/Abflugsektor fliegen bzw. nicht auf dem Flughafen landen kann, ist ein VFR Holding zu vergeben.

    Das gleiche gilt für Sector Sierra (im Süden des Flughafens) und Sector Echo (im Osten - East - des Flughafens), die ebenfalls über zwei VFR Holdings verfügen (siehe VFR Chart).

    VFR-Flüge über der Stadt (ausgenommen die angegebenen Routen) sind aus Lärmschutzgründen verboten.

    Radar

    Der Sektor von Wien Radar (LOWW_APP) geht bis FL245, womit der Sektor der höchste APP-Sektor in Österreich ist. Grunsätzlich hat der LOWW_APP ausreichend Platz, und außer im Südwesten sollten auch die MRVAs keine Schwierigkeiten darstellen. Spannend ist der Sektor weil das Verkehrsaufkommen recht hoch werden kann, und weil auch Flüge von und zu Nachbarflughäfen (darunter LZIB und LKTB) als Transition-Flüge von LOWW_APP mitbetreut werden müssen. Ein genaues Studium der LOAs ist also unabdingbar.

    Traffic Flow

    Standard Arrival Routes (STAR):

    Ankommende Flugzeuge sollten wannimmer möglich über eine STAR zu einem der 4 Initial-Approach-Fixes (BALAD, NERDU, MABOD, PESAT) geführt werden. Dies erledigt im Normalfall schon der CTR Lotse bzw. ein Nachbarlotse (falls es in den LOAs entsprechend geregelt ist). Ist kein CTR oder Nachbar online, ist es sinnvoll, das Flugzeug auf die einzelnen Endpunkte der STAR freizugeben, damit man sie ggf. noch immer auf die Transition clearen kann.

    Transitions / Vectors zum ILS-Approach:

    Nach dem Erreichen des IAF besteht die Wahl zwischen Transitions oder Vektoren. Diese Entscheidung wird durch folgende Faktoren beeinflusst:

    • Können des Piloten/ATC
    • Verkehrssituation
    • Wetter
    • Rwy-Konfiguration

    Transitions:

    Transitions werden im seltensten Fall ganz ausgeflogen. Sie dienen dazu, die Flugzeuge bei starkem Verkehrsaufkommen in den Downwind zu bringen. Von dort werden sie mittels Vektoren auf das ILS geführt.

    Shortcuts:

    Es ist auch möglich ein Flugzeug nur einen Teil der Transition fliegen zu lassen.

    Beispiel:
    Flugzeug kommt von Westen: "AUA123X, cleared direct Waypoint 680, join BALAD5L Transition."

    Separation:

    Je nach Traffic-Situation sollte die Separation auf dem ILS min. 4-5nm und auf der Transition min. 6-7nm betragen. Spezielle Aufmerksamkeit gilt hier den Heavies (Wake Turbulence Separation).

    Gerade auf den Transitions ist die Vergabe von Speed-Restrictions eine hilfreiche Methode den ankommenden Traffic zu separieren.

    Simultan-Approach:

    Siehe unten [Link].

    Anflüge

    Jede der vier Wiener Pisten ist mit ILS ausgestattet. Auf Pisten 29 und 16 sind Anflüge bis CAT III möglich. Weiters gibt es NDB- bzw. VOR-Approaches. In Wien gibt es noch eine Besonderheit:

    Simultan-Approach:

    Bei vielen Inbounds (und passendem Wetter, Visual Separation muss möglich sein) können Simultan-Approaches auf Pisten 11 und 16 durchgeführt werden.

    Die Heavy-Types kommen auf die Piste 16, da sie im Falle eines Go-Arounds auf der Piste 11 Wake Turbulences über der Piste 16 generieren würden.

    Go-Around Procedures beim Simultan-Approach:

    • Rwy 11: Früher gab es einen eigenen ILS-Anflug mit spezieller MA-Prozedur für den Simultan-Approach, der inzwischen nicht mehr zu finden ist. Dem anfliegenden Flugzeug der Piste 11 muss im Vorhinein die Rechtskurve für den Fall des Go-Around angewiesen werden: "Austrian 123, in case of missed approach, immediate visual right turn heading 210", eventuell mit der Zusatzinformation "Aircraft on 5 miles final rwy Piste 16".
    • Rwy 16/29/34: Go-Around Procedure laut Charts

    Wien Director

    Die Position des "Directors" wird bei starkem Verkehrsaufkommen besetzt. Dieser ist für die Staffelung auf den Transitions bzw. auf dem ILS/LOC verantwortlich.

    Prozeduren:

    Die ankommenden Flugzeuge werden vom APP für die Transition gecleared (bzw. mit Vectors möglichst genau auf die Transition-Route gelotst) und im Downwind und/oder auf 7000ft an den D_APP übergeben. Dieser regelt mittels Speed-Restrictions und Vektoren den Endanflug und übergibt, sobald das Flugzeug "ILS-established" ist, an den TWR.

    ATIS:

    Der D_APP hat in seinem ATIS die Remarks "Callsign only" einzufügen. Durch diese Anweisung wird die Frequenz beim Initial Contact entlastet.

    Weiteres/Besonderes

    TODO: Letter F: nicht via B
    TODO: Low Visibity

    Pushback handling

    Die Pushback-Verfahren in Real sind in Wien relativ komplex. Wir haben hier eine kurze - vereinfachte Guideline für den Betrieb auf IVAO erstellt:

    Pushback - Positionen A (Alpha)

    • A81 - A85 Kein Pushback
    • A91 - A99 Pushback mit "Facing West/Nase nach Westen" in den Taxiway L

    Pushback - Positionen B (Bravo)

    • B71 - B75 Pushback mit "Facing South/Nase nach Süden" in die TL 31
    • B81 - B96 Kein Pushback

    Pushback - Positionen C (Charlie)

    • C31 - C35 Pushback mit "Facing South/Nase nach Süden" in die TL 33
    • C36 Pushback mit "Facing South/Nase nach Süden"
    • C37 - C38 Pushback mit "Facing East/Nase nach Osten" bei Start auf Piste 16, 29 oder 34 bzw. "Facing West/Nase nach Westen" bei Start auf Piste 11
    • C40 - C42 Pushback mit "Facing South/Nase nach Süden"

    Pushback - Positionen D (Delta)

    • D21 - D22 Pushback mit "Facing South/Nase nach Süden" in die TL 34
    • D23 Pushback mit "Facing East/Nase nach Osten" in den Taxiway L
    • D24 - D27 Pushback mit "Facing East/Nase nach Osten" in den Taxiway L bei Start auf Piste 16, 29 oder 34 bzw. "Facing West/Nase nach Westen" in den Taxiway L bei Start auf Piste 11
    • D28 Pushback mit "Facing East/Nase nach Osten" in den Taxiway L
    • D29 Pushback mit "Facing South/Nase nach Süden" in die TL 35

    Pushback - Positionen E (Echo)

    • E41 - E99 Kein Pushback

    Pushback - Positionen F (Foxtrott) - ungerade (F01,F03,F05,F09,.....F37)

    • Pushback mit "Facing West/Nase nach Westen" in die Taxilane 36

    Pushback - Positionen F (Foxtrott) - ungerade (F41,F43,F45,F47,.....F59)

    • Kein Pushback

    Pushback - Positionen F (Foxtrott) - gerade (F04,F08,F12,F16,F22,F26,F32,F36)

    • Pushback erfolgt mit "Facing East/Nase nach Osten" in die Blueline, Taxilane 40 oder OrangeLine (BlueLine und OrangeLine nur in FlyTampa 2.5 für FSX vorhanden)

    Pushback - Positionen F (Foxtrott) - gerade (F42,F44,F46,F48)

    • Kein Pushback

    Pushback - Positionen H (Hotel)

    • H41 - H45 Pushback mit "Facing East/Nase nach Osten" in die BlueLine, Taxilane 40 oder OrangeLine
    • H46 - H49 Kein Pushback
    • H50 Pushback mit "Facing East/Nase nach Osten" in die BlueLine, Taxilane 40 oder OrangeLine

    Pushback - Positionen K (Kilo)

    • K41 - K51 Pushback mit "Facing East/Nase nach Osten" in die TL 43
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