Approach

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Einleitung[Bearbeiten]

Neben dem Tower-Lotsen und dem ACC-Lotsen besteht in Österreich eine dritte „Lotsen-Kategorie“ – der Approach Lotse. Eines gleich vorweg: Der Übersicht halber sprechen wir hier vom Approach Lotsen – der Rufname ist allerdings dennoch „Radar“. (Beispiel: Wien Radar). Nachdem die Aufgaben des ACC-Lotsen vor allem darin bestehen Enroute-Verkehr zu kontrollieren und einen sicheren Überflug zu gewährleisten und der Tower Lotse ausschließlich für den Airport an sich bzw. für einen kleinen definierten Bereich rund um den Flughafen zuständig ist, liegt auf der Hand, dass sich die Aufgaben des Approach Lotsen vor allem auf den Bereich zwischen Tower-Kontrollzone und Enroute-Sektoren beziehen.

In Österreich gibt befinden sich „über“ jedem Verkehrsflughafen entsprechende Approach-Sektoren, welche wiederum durch TMAs unterteilt sind.

  • LOWI_APP
  • LOWG_APP
  • LOWL_APP
  • LOWK_APP
  • LOWS_APP
  • LOWW_APP

Während sich die laterale Ausdehnung der jeweiligen Approach-Sektoren unterscheiden, jedoch im IVAC/Aurora gut einblendbar sind, ist festzuhalten, dass sich fast alle Sektoren zumindest vertikal gleichen. Alle österreichischen APP-Sektoren reichen bis FL165. Ausnahme: LOWW_APP (FL245) und LOWS_APP (FL125)

Aufgaben des Approach-Lotsen[Bearbeiten]

Betreuung von abfliegendem Verkehr[Bearbeiten]

Kurz nach dem Start eines Flugzeuges erfolgt in der Regel die Übergabe durch den Tower-ATC. Ausgehend von einem IFR-Flug, welcher der freigegebenen SID folgt, ist es nun Aufgabe des Approach-Lotsen einen sicheren Steigflug zu gewährleisten und den Flieger entsprechend der lokalen Prozeduren (Stichwort: LOA) steigen zu lassen. Bedenkt, dass abfliegender Verkehr höchstens bis zur maximalen Sektorhöhe freigegeben werden darf. Natürlich kann man auch „directs“ zu Wegpunkten innerhalb des Sektors vergeben (meistens der letzte Wegpunkt der SID/erster Wegpunkt im Flugplan). Hierbei ist allerdings die MVA unbedingt zu beachten!

Staffelung und Sequenzierung von anfliegendem Verkehr[Bearbeiten]

Während die Handhabe von abfliegendem Verkehr vergleichsweise simpel erscheint, geht es bei anfliegendem Verkehr schon etwas komplexer zu. Wiederum ausgehend von einem IFR-Flug, welcher der, durch den ACC-Lotsen freigegebenen STAR, folgt, ist es nun die Aufgabe des Approach Lotsen den Flieger bis zum Endanflug zu leiten und mit anderem Verkehr zu staffeln. Dies geschieht im Wesentlichen mittels Höhen- und Richtungsanweisungen. Während der Mindestabstand im Enroutebereich 5NM bzw. 1000ft beträgt, kann im An-/Abflugbereich bis auf 3NM und 1000ft gestafftelt werden. Gerade auf LOWW_APP können auch die „Transitions“ helfen, um Flieger in Richtung Instrumentenlandesystem zu bekommen. Genaueres zum sogenannten „Vectoring“ und „Sequencing“ findet ihr in einem gesonderten Artikel. Obwohl in den meisten Fällen ein ILS zur Verfügung steht, auf das der Flieger „draufvektoriert“ wird, muss der Lotse auch mit allen anderen Anflugverfahren seines Flughafens vertraut sein. Es empfiehlt sich ein eingehendes Studium der Charts!

Betreuung von VFR-Verkehr[Bearbeiten]

Das Hauptaugenmerk des Approach-Lotsen, der übrigens immer noch „Radar“ als Rufname hat, liegt freilich beim IFR-Traffic. Gerade bei Trainings und Prüfungen kann es jedoch vorkommen, dass sich VFR-Traffic auf die APP-Frequenz verirrt und betreut werden möchte. Dies ist dann der Fall, wenn der Pilot in einen der freigabepflichtigen Lufträume C & D einfliegen möchte und nun auch einer Staffelung unterliegt. Das Abarbeiten von „IFR-Pickups“ & „IFR-Cancellings“ gehört zudem zu den Aufgaben des APP-Lotsen.

Besonderheit Innsbruck Approach[Bearbeiten]

Innsbruck bietet schon in Realität eine ganze Reihe an Herausforderungen. Nachdem der ununterbrochene Trend besteht auch auf IVAO nach LOWI zu fliegen herrscht eigentlich durchgehend Betrieb. Zum Unterschied zur Realität wird Innsbruck allerdings mit allen vorstellbaren Flugzeugtypen und oftmals auch gänzlich ohne Vorbereitung. Gerade das macht das Lotsen auf LOWI_APP zur Herausforderung. Zum Unterschied zu den anderen Flughäfen in Österreich bietet Innsbruck nur LOC & RNP Anflüge. Ein ILS gibt es nicht! Hauptsächlich wird Innsbruck von Osten über den LOC DME East Approach RWY26 angeflogen. Dieser führt den Piloten nur lateral in Richtung Endanflug, es gibt keinen "Glideslope". Der LOC DME East Approach startet bei RTT auf 9500ft und wird mit der Phrase „AUA903 out of RTT, cleared LOC DME East Approach RWY26“ vergeben. Gegebenenfalls kann der LOC DME East Approach auch mit dem Circle-to-land-Procedure kombiniert. Aus Westen kommend, wird hauptsächlich der RNP Y/Z Approach auf die Piste 08 verwendet. Dieser startet in FL130 bei ELMEM. Vergesst nicht, den Piloten den QNH dazuzusagen. Näheres zu den Anflugverfahren findet ihr in den Prozeduren. Generell kann man sagen, dass der LOWI_APP Lotse ein penibles Auge auf die MVA haben muss. Enge Koordination mit LOWI_TWR bzw. der ständige Blick aufs Vorfeld ist unabdingbar. Konflikte dürfen keinesfalls im Tal passieren, da der Platz zum Ausweichen begrenzt ist. Vorausplanung ist das A und O!

Funkbeispiele[Bearbeiten]

LOWW_APP[Bearbeiten]